Wie wir uns finanzieren


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Menschen mit und ohne Behinderungen
sollen zusammen leben können.
Menschen mit Behinderungen dürfen nicht schlechter behandelt werden.
Dafür machen wir uns stark.
Für unsere Arbeit bekommen wir Geld
von verschiedenen Stellen:
Vom Landes-Wohlfahrts-Verband
und vom Arbeits-Amt.
Und wir müssen selbst Geld für die Löhne
in der Werkstatt dazu verdienen.


Für unsere Arbeit erhalten wir sogenannte Leistungsentgelte. Diese werden von Rehabilitationsträgern (wie zum Beispiel dem Landeswohlfahrtsverband und der Agentur für  Arbeit) gezahlt.

Die Leistungsentgelte sind knapp bemessen und nicht dazu gedacht, Geld anzusparen. Deshalb müssen die Werkstätten die Kosten der Produktion selbst erwirtschaften. Dazu gehören auch die Löhne für die Beschäftigten mit Behinderung. Im Durchschnitt verdient ein Beschäftigter mit Behinderung bei uns im Monat 125 Euro.

Weil das Geld der so genannten »öffentlichen Hand« nicht ausreicht, sind wir auf Spenden und ähnliche Unterstützung angewiesen. Das gilt vor allem für große Geldausgaben, wie zum Beispiel für den Bau neuer Einrichtungen. Aber auch kleinere Anschaffungen wie Pflegebadewannen oder behindertengerechte Fahrzeuge sind ohne Spenden oft nicht möglich.

Mehr wert als man denkt: Die Arbeit der Werkstätten

Eine Studie aus dem Jahr 2014 hat gezeigt: Werkstätten für Menschen mit Behinderung verhelfen der öffentlichen Hand pro Jahr zu Einnahmen und Einsparungen in Höhe von etwa 6 Milliarden Euro. Dem gegenüber stehen Geldausgaben der öffentlichen Hand in Höhe von 5,6 Milliarden Euro.

Werkstätten zahlen Steuern und Abgaben. Zum Beispiel Beiträge zur Sozialversicherung. Sie beziehen regionale Waren und Dienstleistungen. Und nicht zuletzt werden Kosten vermieden, die entstehen würden, wenn es das Angebot der Werkstätten nicht gäbe.
Werkstattarbeit zahlt sich aus und bedeutet unterm Strich ein deutliches Plus für die Gesellschaft. Weil das so ist, spricht man von dem sozialen Gewinn, dem »Social Return on Investment« (SROI). http://www.bagwfbm.de/page/sroi_allgemein

Leistungsentgelte pro Kalendertag


Arbeitsbereich

Hilfebedarfsgruppe
Vergütung (Euro)
1 25,51 - 30,32
2 29,40 - 34,13
3 42,40 - 47,12
4 55,39 - 60,11
5 64,49 - 69,21


Berufsbildungsbereich

                        
Vergütung (Euro)
Tagessatz                 50,80


Tagesförderstätten:

Hilfebedarfsgruppe
Vergütung (Euro)
3 54,70 - 60,61
4 72,94 - 78,94
5 85,71 - 91,80

Wohnen
Schwerpunkt: berufliche Rehabilitation

Hilfebedarfsgruppe
Vergütung (Euro)
1 59,98 - 61,39
2 68,27 - 69,68
3 95,90 - 97,31
4 123,53 - 124,94
5 142,87 - 144,28

Tagesstruktur in Wohnanlagen

Hilfebedarfsgruppe
Vergütung (Euro)
1 10,99
2 15,69
3 31,43
4 47,11
5 58,10

Wohnen
Schwerpunkt: Intensivbetreuung

Hilfebedarfsgruppe
Vergütung (Euro)
3 125,91 - 126,37
4 168,50 - 168,96
5 198,31 - 198,77